Recruiting Wissen

Online Stellenanzeige schalten: Alle relevanten Kanäle bespielen

Autor*in: Valerie Hamann

Wer heutzutage die besten Kandidaten erreichen möchte, muss möglichst viele Kanäle bespielen und dabei mit der relevanten Zielgruppe in Kontakt kommen. Früher hat es ausgereicht, ein Inserat auf Jobbörsen zu platzieren. Heute – in der Zeit des Fachkräftemangels – ist der Wettbewerb um die Top-Bewerber deutlich verschärft.

Um qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sollten Sie die Bandbreite der Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen. Online Stellenanzeigen sind ein wichtiger Teil der Recruiting-Strategie, da sich unser Leben (und damit auch das Ihrer potentiellen Bewerber) immer stärker digitalisiert. Dieser Digitalisierung muss sich auch der gesamte Bewerbungsprozess, die sogenannte Candidate Journey, anpassen. Außerdem können Sie im Internet viel datengestützter arbeiten und haben damit geringere Streuverluste bei der Verbreitung Ihrer Jobangebote.

Im Folgenden schauen wir uns genauer an, welche Möglichkeiten Sie haben, um eine Stellenanzeige online aufzugeben. Dabei vergleichen wir die verschiedenen Optionen miteinander.

Diese Arten zur Verbreitung von Online Stellenanzeigen gibt es

Bevor wir über einzelne soziale Netzwerke und Werbeplattformen sprechen, nehmen wir erst einmal unter die Lupe, welche Arten der Verbreitung es gibt, um Stellenanzeigen online schalten zu können: Die folgenden Kanäle stehen zur Auswahl:

Eigene (Karriere-)Website für die Employer Brand nutzen

Ohne eine eigene Karriere-Website bzw. eine entsprechende Unterseite auf Ihrer Unternehmenshomepage verschenken Sie ein riesiges Potential. Die Karriere-Website ist der Ort, an den Sie alle Bewerber führen – egal, woher diese von Ihnen erfahren haben. Hier können Sie sich und Ihre Marke, die Employer Brand, präsentieren.

Sie sollten diese Seite nicht zu einem Friedhof für Jobinserate machen, sondern stattdessen ein Bild davon vermitteln, wie die tägliche Arbeit im Unternehmen aussieht. Authentische Bilder von fröhlichen Kollegen, aussagekräftige Testimonial-Berichte und natürlich die Benefits Ihrer Firma sollten hier prominent dargestellt werden.

Eigene Medien zur Verbreitung nutzen

Sie haben einen Blog, einen Newsletter oder eine beliebte Facebook-Seite? Dann sollten Sie diese Optionen nutzen, um Ihre Stellenanzeigen im Internet zu verbreiten. Diese organische Reichweite ist günstig und zudem potentiell sehr erfolgsversprechend. Die angesprochenen Personen waren bereits mit Ihrem Unternehmen in Kontakt.

Allerdings ist Ihre Reichweite mit eigenen Medien schnell am Ende angelangt, obwohl es da draußen noch so viele weitere Kandidaten gibt, die für eine Stelle infrage kommen könnten. Es ist also unabdingbar, Alternativen zu finden und weitere Kanäle zu nutzen.

Werbung für Stellen in sozialen Netzwerken

Social Media Recruiting ist mit Sicherheit eines der größten Buzzwords in der HR-Branche. Grund dafür ist, dass ein genaues Targeting der Nutzer möglich ist. Das soziale Netzwerk hat gelernt, seine Nutzer genau einzuschätzen und kann damit zu einer verbesserten Ausspielung der Werbeanzeigen beitragen.

Dies sind die größten sozialen Netzwerke, die im HR-Kontext relevant sind:

Facebook Stellenanzeige schalten

Werbeanzeigen auf Facebook erreichen Ihre Zielgruppe genau dort, wo Sie einen Großteil der Zeit verbringt. Somit sind die Erfolgsaussichten von Facebook-Anzeigen generell als sehr hoch einzuschätzen.

Der Social Media Riese weiß viel über seine User, sodass Sie ein genaues Targeting vornehmen können. Das erleichtert die Ansprache enorm. Sie können z.B. das Alter der Personen eingrenzen, denen die Stellenanzeige ausgespielt wird. Oder Sie ziehen einen Radius von 20 km um Ihren Standort, damit nur potentielle Kandidaten angesprochen werden, die sich in der Nähe Ihres Unternehmens befinden.

Sehr praktisch ist, dass Sie bei Facebook unterschiedlichste Werbeformate ausspielen können. Neben der klassischen “Bild + Text”-Kombination können auch kurze Filme oder Bild-Karusselle gezeigt werden.

Zudem sind Facebook Werbeanzeigen nicht nur ein exzellentes Tool zur direkten Verbreitung von Stellengesuchen. Gleichzeitig steigern Sie den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens, was sich positiv auf Ihre Wahrnehmung als Arbeitgeber auswirken kann (Employer Branding) und somit die Effektivität aller Recruiting-Maßnahmen verbessert.

Instagram Stellenanzeige schalten

Das soziale Netzwerk Instagram gehört inzwischen zu Facebook und ist besonders bei der jungen Zielgruppe sehr beliebt. Werbeanzeigen können über das gleiche Interface wie bei Facebook gebucht werden.

Tatsächlich spielt Facebook alle Werbekampagnen automatisch bei Instagram aus, wenn man diese Funktion nicht deaktiviert. Allerdings empfiehlt es sich, für beide Netzwerke eine eigene Strategie zu fahren, um die User noch gezielter anzusprechen.

YouTube Stellenanzeige schalten

Das Videoportal YouTube, das seit langer Zeit zu Google gehört, bietet verschiedene Formate, mit deinen Stellenanzeigen beworben werden können. Es gibt zum einen Display-Kampagnen (also klassische Bannerwerbung). Zum anderen können auch kurze Clips produziert werden, die vor den Videos eingespielt werden.

Während die Display-Werbung in der Regel performance-basiert (also auf Basis der getätigten Klicks) abgerechnet wird, benötigt man für die Clips vor den Videos schon etwas mehr Budget. Daher muss man sich gut überlegen, ob man sich für einzelne Stellenanzeigen so viel Aufwand machen möchte.

Die Videoclips sind dann eher etwas für eine groß angelegte Employer Branding Kampagne, die einen Effekt auf den Recruiting-Erfolg im Generellen verspricht.

XING Stellenanzeige schalten

Auf XING tummeln sich Millionen registrierte Personen aus der DACH-Region, von denen ein großer Teil auf der Suche nach dem passenden Job ist. Die Recruiting-Optionen mit XING sind eine Wissenschaft für sich.

Es gibt zahlreiche Personaler, die ausschließlich auf XING schwören, um geeignete Kandidaten zu finden. Dafür gibt es Premium-Modelle, mit denen Zusatzfunktionen freigeschaltet werden. Diese ermöglichen es einfacher, passende Bewerber anzusprechen.

Neben der aktiven Ansprache der Kandidaten können auch Stellenanzeigen im großen Job-Portal von XING geschaltet werden. Dieser Weg bietet sich vermutlich für alle Unternehmen an, die nicht alle aussichtsreichen Bewerber selbst ansprechen möchten.

Tipp: Das Anlegen von Stellenanzeigen ist für Unternehmen ist bei XING kostenpflichtig. Allerdings können Links zu Ihrer Karriereseite kostenlos in Ihrem Netzwerk verbreitet werden. Nutzen Sie das Zusammenspiel der verschiedenen Optionen, um präsent auf XING zu werden und geeignete Bewerber zu gewinnen.

LinkedIn Stellenanzeige schalten

Auch das Business Network LinkedIn sollte im Recruiting-Prozess berücksichtigt werden. Noch bis vor einigen Jahren galt LinkedIn als nicht sehr relevant für die DACH-Region – das hat sich inzwischen auf jeden Fall geändert.

Ähnlich wie bei XING gibt es auch bei LinkedIn verschiedene Premium-Optionen, die sich an Recruiter richten. Zudem gibt es hier ebenfalls ein Job-Portal, wo kostenpflichtige Stellenanzeigen eingestellt werden können.

Ein Vorteil von LinkedIn gegenüber XING sind die besseren Analytics. Sie können noch besser nachvollziehen, wer sich für Ihre Anzeige interessiert, ob sie die richtigen Personen erreichen und wie effizient Ihre Kampagne am Ende war.

Werbung über Suchmaschinen

Wer einen Job sucht, beginnt seine Suche häufig bei Google & Co. Auch latent suchende Kandidaten (sogenannte passive Bewerber) können über Suchmaschinen angesprochen werden. Dafür müssen Sie die Intentionen kennen, die einem bestimmten Suchverhalten zugrunde liegen.

Aktiv nach einem Job suchende Kandidaten werden nach Begriffen suchen, die im konkreten Zusammenhang mit einem Jobwechsel stehen: “Jobs in Hamburg”, “Marketing Jobs Bochum”, “Ausbildungsplatz Speditionskaufmann Würzburg” etc.

Passive Kandidaten, die eigentliche gar nicht auf der Suche sind, sich aber unterbewusst schon mit einem Jobwechsel auseinandersetzen, suchen vielleicht nach: “Marketing Manager Gehalt”, “Bester Arbeitgeber München”, “Berufe mit Zukunft” etc.

Für beide Arten von Bewerbern benötigen Sie eine passende Landingpage, die im Anschluss an den Klick gezeigt wird. Versuchen Sie hierbei so genau wie möglich auf die Suchanfrage einzugehen und erstellen Sie lieber mehrere Landingpages, um der Intention voll gerecht zu werden.

Der Nachteil bei Werbung über Suchmaschinen ist, dass die Klickpreise sehr hoch sind. Daher müssen Sie Wert darauf legen, die Ansprache der User möglichst perfekt zu treffen, um aus ihnen Bewerber zu machen.

Stellenanzeigen in Jobbörsen

Je häufiger Ihre Stellenanzeigen gesehen werden, desto höher sind auch die Erfolgsaussichten. Ein guter Hebel, um Sichtbarkeit zu generieren, sind Stellenanzeigen in Jobbörsen.

Es gibt einige Anbieter, die kostenlose Stellenanzeigen bieten. Hier hält sich das Risiko für Sie in Grenzen und wenn sich darüber ein Kandidat findet, haben Sie alles richtig gemacht.

Viele Jobbörsen sind aber schlichtweg zu teuer und lohnen sich in der Regel nicht, da die Targeting- und Analyse-Möglichkeiten letztlich zu dünn sind und den hohen Preis der Premium-Anzeigen oftmals nicht rechtfertigen.

Anzeigen auf Branchen-Websites

Eine interessante Maßnahme, um Kandidaten im relevanten Umfeld abzuholen, sind Anzeigen auf Branchen-Websites und Fachmagazinen. Hier tummeln sich Personen, die bereits mit Ihrer Branche in Kontakt sind.

Display-Anzeigen haben hier auch immer einen Employer Branding Effekt, weil die Streuverluste gering sind und Sie sich langsam in den Köpfen der Personen verankern können, die in Zukunft für Sie interessant sein könnten.

Über Fachmagazine können Sie auch spannende Gastartikel veröffentlichen und erhalten dabei auch oft die Gelegenheit dazu, Ihr Unternehmen kurz vorzustellen. In einem Nebensatz können Sie dann anklingen lassen, dass Sie gerade auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Das kann einen großen Effekt erzielen.

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Es lässt sich festhalten, dass die Auswahl an Möglichkeiten zur Verbreitung von Stellenanzeigen im Internet sehr vielfältig ist. Die Auswahl der richtigen Maßnahme für Ihren Recruiting-Erfolg ist eine komplizierte Aufgabe, die viel Erfahrung erfordert.

Hier kommt TalentBait ins Spiel. Wir sind darauf spezialisiert, die Stellenanzeigen unserer Kunden digital zu verbreiten und sie genau dort zu schalten, wo es am erfolgversprechendsten ist.

Unsere Recruiting-KI hat die Zahlen von Millionen von Kampagnen ausgewertet und kann daher sehr gut vorhersagen, welche Kanäle mit welchem Budget bespielt werden, um die besten Kandidaten möglichst kosteneffizienz anzusprechen.

Wir beraten Sie gerne bezüglich Ihrer Möglichkeiten und stehen jederzeit für ein Erstgespräch zur Verfügung. Gemeinsam mit Ihnen fischen wir nach den aussichtsreichsten Bewerbern im Meer der Talente – TalentBait ist der richtige Köder für die besten Mitarbeiter!

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Nils Schlomann
Personalmarketing-Experte

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